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26.02.2013

Von Lehrlingen lernen


Unsere Auszubildende Katharina Lausé nahm an preisgekröntem Bildungsprojekt teil

Im Jahr 2011 brachen nach Angaben des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) Köln 24,4 Prozent der Auszubildenden ihre Lehre vorzeitig ab. Rund ein Drittel davon gab bereits in der Probezeit auf. Nach Ansicht der IW-Wissenschaftler ist dies ein deutliches Zeichen dafür, dass sich viele junge Menschen keine konkreten oder zumindest falsche Vorstellungen von ihrem künftigen Beruf machen. Das Projekt „Juniorexperten“ des Kommunalen Bildungsmanagements Rodgau, mehrerer Schulen des Umkreises sowie der Georg-Kerschensteiner-Berufsschule in Obertshausen schafft Abhilfe. Wer wüsste besser, wie eine Ausbildung abläuft, als die Auszubildenden selbst? Die „Juniorexperten“ besuchten daher Schulen, hielten Vorträge und standen als Ansprechpartner für die künftigen Auszubildenden zur Verfügung. Auch unsere Auszubildende Katharina Lausé nahm an dem Projekt teil, das kürzlich den Innovationspreis der hessischen Unternehmerverbände gewonnen hat.


Katharina absolviert bei der Götsch GmbH derzeit eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik. Um den Schülern einen umfassenden Einblick in Lerninhalte und Tätigkeiten zu geben, hatten sich die Nachwuchs-Experten im Unterricht an ihrer Berufsschule auf den Projekttag vorbereitet. Präsentationen und Plakate wurden entworfen, vor allem aber auch viel Wert auf die praktischen und individuellen Erfahrungen gelegt, die die Auszubildenden aus dem zweiten Lehrjahr in ihren Betrieben gesammelt haben.

Dialog auf Augenhöhe

Was macht eine Fachkraft für Lagerlogistik, wie sieht ihr Berufsalltag aus? Unsere Auszubildende berichtet: „Viele Schüler interessierte beispielsweise, ob das ein stressiger Job ist, wie die Verdienstmöglichkeiten sind und auch, ob man früh aufstehen muss. Gut fanden sie, dass das ein Beruf mit Zukunft ist und man sich umfassend weiterbilden kann. Außerdem ist man aufgrund der hohen Affinität zur kaufmännischen Ausbildung flexibel einsetzbar, und nach der dreijährigen Ausbildung hat man die Chance, BWL zu studieren.“ Positiv beurteilt Katharina selbst, dass das Projekt „Juniorexperten“ auch die Auszubildenden dazu bringt, sich noch intensiver mit ihrer Lehre, ihren Zielen und ihren Wünschen auseinanderzusetzen. Oftmals waren es auch ganz allgemeine Themen wie die Schwierigkeiten, den „richtigen“ Ausbildungsberuf für sich zu finden, oder Tipps zum Schreiben einer Bewerbung, die die Schüler brennend interessierten. Auch hier konnten die Juniorexperten Auskunft geben, mussten sie sich diese Fragen doch vor gar nicht allzu langer Zeit selbst stellen.

Das Konzept ist erfolgreich und kommt an. Und zwar so gut, dass es Forschung und Wirtschaft vom Start des Projekts im Jahr 2011 weg aufmerksam verfolgt und unterstützt wurde. Im November 2012 erhielt es zusammen mit weiteren Bildungsprojekten den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Innovationspreis der hessischen Unternehmerverbände. Bei der Preisverleihung hob die hessische Kultusministerin Nicola Beer (FDP) die wechselnden Anforderungen, die die Wirtschaft an die Berufsschulen herantrage, hervor: „Um Jugendliche diesen Anforderungen entsprechend ausbilden zu können, sind geeignete Konzepte vonnöten.“ Die „Juniorexperten“ werden außerdem wissenschaftlich von dem Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik an der Frankfurter Johann Wolfgang Goethe-Universität begleitet.