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11.04.2014

Mit Mut zur Lücke – Die Parkplatzsuche wird „intelligent“


Smart Metering, Smart Media, Smartphone: Von der Heizung über das Fernsehgerät bis zum Handy sollen heutzutage alle möglichen Geräte „intelligent“ oder zumindest pfiffig sein. Die großen Probleme des Alltags, im Speziellen soll hier von der Parkplatzsuche die Rede sein, sind damit aber noch nicht gelöst. Automobilhersteller und Großstädte nehmen sich dieser nervigen Angelegenheit nun an: In Amerika melden sich freie Parkplätze mittels im Boden eingebauter Sensoren automatisch beim Autofahrer. Das System „Intelligent Parking Assist“ kann darüber hinaus mit hoher Wahrscheinlichkeit Prognosen darüber abgeben, wo welcher Parkplatz zur Ankunftszeit des Fahrers frei sein wird. Das Projekt „SchlauerParken“, das in Deutschland Fuß fassen will, arbeitet oberirdisch – und kann sogar ganze Straßenzüge scannen.

In San Francisco ist die schöne neue Welt des Parkens schon Realität. 8200 Parkplätze wurden in einem Pilotprojekt mit Sensoren ausgestattet, die „erkennen“ können, ob der Stellplatz belegt ist oder nicht. Die Stadt investierte nicht nur in das System, um den Autofahrern etwas Gutes zu tun: Gleichzeitig wurden „intelligente“ Parkuhren installiert, die in Echtzeit auf Angebot und Nachfrage reagieren. Ist ein Parkplatz zu einer bestimmten Uhrzeit oder in einer bestimmten Lage besonders begehrt, kann der Preis um ein Vielfaches ansteigen. Auch in Los Angeles und im englischen Westminster wurden bereits mehrere Tausend solcher Sensoren unter die Erde gebracht.

Auf dem Weg zu „Big Data“?

Der Automobilhersteller Audi hat im Rahmen eines dreijährigen Forschungsprojekts und in Zusammenarbeit mit mehreren Universitäten Zugriff auf die Sensoren-Daten. Der Fahrer kann sie mittels App abrufen – und als Audi-Kunde in bestimmten Modellen sogar direkt in das bordeigene Navigationssystem einspielen. Im Gegenzug gibt er für den Service viele persönliche Nutzungsdaten preis.
Die Software kann unter anderem aufgrund der beim Fahren gewonnenen Daten analysieren, ob auf dem Fahrersitz eher eine lahme Ente oder ein sportlicher Fahrer sitzt. „Zusätzlich merkt sich die Technik die Präferenzen des Fahrers und weiß aus dieser Erfahrung, wie viel der Parkplatz kosten und wie weit er vom eigentlichen Ziel entfernt sein darf“, heißt es bei der „Audi Urban Future Initiative“. Bis das System in Serie gehen kann, wird es noch eine ganze Weile dauern. Dass die Daten zwischen allen Beteiligten so frei wie in dem Forschungsprojekt fließen werden, ist ohne Einverständnis der Fahrer selbst aber wohl kaum anzunehmen.

Straßenlaternen melden Parkraum

Hoch hinaus will dagegen der deutsche Unternehmer Thomas Hohenacker. Sein Konzept sieht vor, die Sensoren nicht im Boden, sondern überirdisch zu installieren. Seiner Ansicht nach habe dies einige Vorteile gegenüber jenem System, das derzeit in Amerika erprobt wird. Bereits 2011 gründete er zusammen mit Ingenieuren und Software-Entwicklern das Projekt „SchlauerParken“: Ziel ist es, Sensoren in höhergelegene Objekte wie etwa Straßenlaternen einzubauen. Die erhöhte Perspektive soll es dem System ermöglichen, ganze Straßenzüge zu überblicken.
Hohenacker zufolge könne der zur Verfügung stehende Raum auf diese Weise effizienter genutzt werden. Während die Sensoren in San Francisco auf fest eingegrenzte Stellplätze geeicht sind, bleibt „SchlauerParken“ flexibel – und kann den vorhandenen Platz beispielsweise entsprechend der Größe der Fahrzeuge besser aufteilen. Auch das vergebliche Kurbeln mit dem Lenkrad soll passé sein: Die dazugehörige App meldet automatisch, ob die Parklücke, theoretisch zumindest, groß genug ist. Auch an vollautomatischen Einpark-Assistenten wird bereits seit geraumer Zeit geforscht, doch das ist ein anderes Thema.