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26.10.2012

Die Null soll stehen

Wie kann die Verkehrssicherheit in Europa weiter erhöht werden?


„Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen“, das wusste schon der Schriftsteller Hermann Hesse. Auf den Straßenverkehr übertragen heißt dieses Konzept „Vision Zero“. Das bedeutet konkret, dass man die Zahl der Todesopfer und Schwerverletzten im Straßenverkehr auf null reduzieren will. Nachdem die schwedische Regierung es bereits 1997 als Grundlage ihrer Bestrebungen nach mehr Verkehrssicherheit definierte, ist es mittlerweile Basis eines Aktionsprogramms für die gesamte Europäische Union. Mit welchen Mitteln man dieses Ziel erreichen will, lesen Sie hier.

„Vision Zero“ fußt auf der einfachen, aber fundamentalen Erkenntnis, dass Menschen Fehler machen. Daher sollten alle Bemühungen darauf ausgelegt sein, die Verkehrsmittel, -wege und –schilder möglichst sicher zu gestalten. Mit ihren Leitlinien will die EU die Zahl der Verkehrstoten bis 2020 zunächst halbieren. In Deutschland ist man dabei im wahrsten Sinne des Wortes schon auf einem guten Weg. Seit 20 Jahren sinkt, bis auf eine Ausnahme, die Zahl der Verkehrstoten kontinuierlich. Die neusten Zahlen des Statistischen Bundesamtes Destatis bestätigen diesen Trend. So hat sich die Zahl der Verkehrstoten im ersten Halbjahr 2012 im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr um 6,9 Prozent auf 1693 verringert. Trotzdem ist man auch hier noch weit entfernt von der Zielmarke.

Was also kann die öffentliche Hand unternehmen, um die Risiken im Straßenverkehr zu minimieren? Die Antwort lautet: Mehr, als die meisten vielleicht vermuten würden. Neben der Verlangsamung des Straßenverkehrs, die sich Experten zufolge auf lange Sicht aufgrund des steigenden Verkehrsaufkommens ohnehin an vielen Orten einstellen wird, spielt die Sichtbarkeit der Verkehrsschilder eine entscheidende Rolle. Ob es schneit oder der Zahn der Zeit an ihnen genagt hat: Sie müssen bei Tag und Nacht, bei Wind und Wetter leicht, möglichst früh und deutlich zu erkennen sein.
Bestimmte Mindestvoraussetzungen wie etwa die Rückstrahlwerte von Verkehrsschildern sind in Deutschland genormt und gesetzlich geregelt. Nach Angaben des Industrieverbands Straßenausstattung sind jedoch rund ein Viertel der Schilder älter als 15 Jahre – und unterschreiten damit erfahrungsgemäß die Anforderungen erheblich. Sie erfüllen ihre Funktion nicht mehr und gefährden die Sicherheit. Die Verantwortung dafür tragen trotz klammer Kassen die Länder und Kommunen, also die öffentliche Hand.

Darüber hinaus gibt es viele weitere Ansatzpunkte, die eine Kooperation aller an der Verkehrsinfrastruktur beteiligten Parteien verlangen. Als Beispiele seien hier nur genannt: die Ordnungsämter und Polizisten, die die Einhaltung der geltenden Regeln strenger überwachen, die Automobilhersteller, die ihre Produkte sicherer gestalten, oder die Verkehrsteilnehmer selbst, die besser ausgebildet und geschult werden.

Das Portal „Sicherheit ist sichtbar“ hält weitere Informationen zur Verkehrssicherheit und der Umsetzung von „Vision Zero“ bereit.