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24.07.2015

Besetzung der etwas anderen Art: Sendenhorster Bürger wählen ihre Lieblingsbank


Stadt lässt ihre Einwohner über die künftige Möblierung öffentlicher Flächen abstimmen

Alle Welt spricht von Politikverdrossenheit und „denen da oben“, die das Gespür für die Wünsche des Volkes verloren haben. Im Münsterland, genauer: in Sendenhorst, haben wir ein kleines, aber feines und vor allem charmantes Gegenbeispiel gefunden. Die Einwohner hatten die Wahl: Gesucht wurde die „richtige Bank“ für die Stadt. Kiel, Cubo oder Ludwigshafen - abgestimmt wurde nicht mit einem Kreuzchen oder den Füßen, sondern mit dem Hinterteil. Auf den Kandidaten konnten die Sendenhorster rund drei Wochen lang in der Fußgängerzone probesitzen.

Probesitzen in der Fußgängerzone

Die „Bank für Sendenhorst“ ist Teil eines Handlungskonzepts für die Innenstadt, das gemeinsam von der Politik, den Bürgern,  einem Planungsbüro und weiteren Akteuren erarbeitet wurde. Ziel der konkreten Maßnahme war, dass das Stadtmobiliar künftig besser zusammenpassen und den „Ansprüchen an gute Nutzbarkeit“ entsprechen sollte. Die anstehende Erneuerung der Sitzbänke in der Innenstadt und der Umgebung bot eine gute Gelegenheit, die Bevölkerung mit ins Boot zu holen. Planung und Verwaltung trafen eine Vorauswahl von drei Bänken, die ihrer Ansicht nach Bequemlichkeit und gute Gestaltung verbinden.

Die Sitzgelegenheiten wurden in der Fußgängerzone aufgestellt, wo sich die Passanten ein eigenes Bild von den Qualitäten der Kandidaten machten. Mittels Wahlkarten konnten sie ihre Stimme im Rathaus abgeben und kundtun, auf welcher Bank sie es sich künftig am liebsten bequem machen würden. Besonders meinungsfreudige Bürger hatten zudem die Gelegenheit, die Gründe für ihre Entscheidung auf dem Wahlzettel zu notieren.

Politik und Bürger sind sich einig

Anders als beispielsweise bei Kommunalwahlen war der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt zwar nicht zwingend an die Entscheidung der Bürger gebunden. Der zeigte sich indes zwiegespalten: Von den 221 eingegangenen Rückmeldungen votierten 99 für Bank Ludwigshafen als ihrem persönlichen Favoriten, Bank Cubo gefiel 81 Sendenhorstern am besten. 54 Menschen nutzten die Möglichkeit, ihr Urteil mit Kommentaren zu begründen.

Beide Modelle konnten mit einer guten Sitzposition Punkte sammeln. Beim Sieger fiel unter anderem eine ausreichend hohe und bequeme Rückenlehne auf, während die zweitplatzierte Bank aufgrund der Optik und Stabilität besonders zu gefallen wusste. Die Stadt entschied sich schließlich für den Publikumsliebling, der zudem noch nicht einmal halb so teuer wie das zweitplatzierte Modell war und in einer Werkstatt für behinderte Menschen hergestellt wird.

Gewinner waren am Ende alle: „Die starke Beteiligung an der Suche nach der Sendenhorster Bankfamilie beweist, dass viele Bürgerinnen und Bürger an der Innenstadtentwicklung interessiert sind“, heißt es aus der Verwaltung zum Ergebnis der Abstimmung. „Ludwigshafen“ wurde in den Formen Bank, Sessel, Jugendbank und Hüftbank an verschiedenen Stellen der Innenstadt aufgestellt.

Einen besonderen Dank an Frau Dipl.-Ing. Katja Usunov vom Amt für Planen, Bauen, Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing der Stadt Sendenhorst für die freundliche Unterstützung während der Entstehung des Artikels.