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24.07.2015

Berlin zum Mitmischen


Open Data - Innovationsmotor für Städteplaner, Architekten und Unternehmen

Die Rechte an den Fotos liegen bei der Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH.

Das Brandenburger Tor auf der Festplatte? Oder doch lieber einen ganzen Stadtteil? Seit diesem Jahr steht ein 3D-Modell der Hauptstadt Berlin zum Download als Open Data zur Verfügung. Die öffentlichen Daten sind frei verfügbar und nutzbar. Sie ermöglichen damit die Entwicklung ganz neuer Anwendungen. Auch die Bundesregierung hat das Innovationspotenzial erkannt und dafür im Mai 2015 neue gesetzliche Regelungen auf den Weg gebracht. Sie sollen in Kürze in Kraft treten.

 

Die Stadt steht zur freien Verfügung

Die Rechte an den Fotos liegen bei der Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH.

Früher gab es den Hype um die Weltsimulation Second Life, dann erkundeten viele Menschen ihren eigenen Wohnort über Google Earth. Hatten diese Anwendungen noch weitgehend unterhaltenden Charakter, rücken die praktischen Möglichkeiten nun immer mehr in den Vordergrund. Das von Berlin Partner ins Netz gestellte Modell der Hauptstadt ist eines der ersten dieser Art in Deutschland. Ob Städteplaner, Architekten, Grafiker oder Wissenschaftler: Sie können die großflächige Stadt kostenlos herunterladen und die Daten für ihre eigenen Zwecke weiterverwenden und -verarbeiten.

Der Umfang und die Detailtreue sind beeindruckend: Nach Angaben des Public Private Partnerships wurden insgesamt rund 550.000 Gebäude auf 890 Quadratkilometer Stadtgebiet aus der Luft fotografiert und vermessen. Möglich ist sowohl der Bezug von Daten im sogenannten CityGML-Format für das gesamte Stadtmodell als auch für Teilbereiche. Darüber hinaus können einzelne Gebäude oder Abschnitte in verschiedenen 3D-Formaten abgerufen werden.

Auf dem Weg zu mehr Effizienz

Die Rechte an den Fotos liegen bei der Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH.

Open Data bietet viele Chancen, zumal zahlreiche Daten bereits vorhanden sind beziehungsweise ohnehin erhoben werden, schrieb Lorenz Matzat im „Zeit“-Datablog. „Auf kommunaler Ebene werden ständig Daten verarbeitet, die dem Alltag der Bewohner entstammen. Daher sind Kommunen wohl die wichtigste Quelle für Bewegungen wie Open Data, und sie sind der Schnittpunkt, an dem sich die positiven Wirkungen offener Daten zuerst zeigen lassen.“

Unter dem Stichwort „Smart City“ können vor allem auch Stadtplaner und –entwickler von den neuen Möglichkeiten profitieren. Von der Energieversorgung über effizientere Verkehrskonzepte bis hin zu bürgernäheren Services reicht die Bandbreite denkbarer Anwendungen. Befeuert wird diese Entwicklung durch die Verbreitung von Smartphones und der steigenden Anzahl von Nutzern mobiler Internetzugänge, mit denen der Zugriff auf Apps von praktisch fast jedem Ort aus möglich ist. Auch die Beteiligung der Bürger an der Stadtplanung wird damit immer einfacher.

Gesetzesänderung erleichtert Entwicklung neuer Open Data-Anwendungen

Die Rechte an den Fotos liegen bei der Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH.

Open Data-Informationen seien „der Motor der digitalen Wirtschaft“, konstatierte Brigitte Zypries (SPD), Parlamentarische Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, im Mai 2015. Die EU-Kommission schätzt den direkten und indirekten Nutzen sogar auf 140 Milliarden Euro – pro Jahr. Um ein großes Stück dieses Kuchens abbekommen zu können, wurde nun eine Änderung des Informationsweiterverwendungsgesetzes verabschiedet. Es soll in diesen Tagen veröffentlicht werden und damit in Kraft treten.

Bisher konnten öffentliche Stellen in eigenem Ermessen regeln, ob ihre Daten weiterverwendet werden können, erläuterte Zypries. Künftig können Informationen, die Bürger nach den Informationszugangsgesetzen bekommen haben, diese ungefragt weiterverwenden und beispielsweise auch kommerziell verwerten. Zudem wird mit dem neuen Gesetz auch der Anwendungsbereich erweitert, indem Museen, Bibliotheken und Archiveeinbezogen werden. Weitere Schritte sollen folgen.

Das Berliner 3D-Stadtmodell kann hier erkundet und heruntergeladen werden.